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Lotmark

Vierte Datenebene

Fallstudien

Öffentlich dokumentierte Einsätze mit realen Leistungsdaten: wer setzt welchen Roboter wo ein — und was kommt dabei heraus. Jede Kennzahl trägt ihre Quelle; Hersteller-Referenzcases sind als Werbekontext gekennzeichnet. Anders als die Praxiswerte fließen Fallstudien nicht in die Bedarfsanalyse ein: Einzelfälle belegen, sie rechnen nicht.

Fälle
12
mit Kennzahlen
11
DACH
9
nur Werbekontext
3

DB Schenker · DB Schenker Gateway am Flughafen Stuttgart

Hersteller-Referenz

Kärcher KIRA B 50 (Kärcher) · Umschlaglager / Logistik-Gateway am Flughafen · 6.000 m² · Stuttgart (DE) · seit August 2023

Nur Herstellerquellen — Werbekontext beachten

Personalstunden-Verlagerung
90 min/Tag
vorheriger manueller Reinigungsaufwand des eigenen Teams mit der Scheuersaugmaschine B 150 für die Gesamtfläche; Maximalwert – der Bericht nennt "bis zu 90 Minuten", die im Alltag oft nicht verfügbar waren
Personalstunden-Verlagerung
15 min/Tag
verbleibender täglicher Betreuungsaufwand für die KIRA B 50 (Maximalwert laut Referenzbericht)
  • "Der Mehrwert, den KIRA uns bringt, war schnell erkennbar." – Jörg Abt, Gateway Manager Südwest, DB Schenker (aus dem englischsprachigen Kärcher-Referenzbericht übersetzt; Original: "The added value that KIRA brings us quickly became apparent.")
  • "Es macht Spaß, so einen Erfolg zu erzielen." – Jörg Abt (übersetzt; Original: "It's fun to achieve that kind of success.")
  • Kernproblem war laut Bericht der feine schwarze Reifen- und Abriebstaub der Flurförderzeuge, der sich im gesamten Lager verteilte; die Fläche ist für den Roboterbetrieb in 8 Bereiche aufgeteilt.

Einordnung: Von Kärcher publizierter Referenzcase, also Werbekontext – beide Zeitwerte sind Selbstauskünfte des Kunden im Marketingtext, nicht unabhängig gemessen und nicht telemetrisch belegt. Die Rechnung ist immerhin klar definiert: statt bis zu 90 Minuten eigener Reinigungsarbeit pro Tag (Maximalwert, der laut Bericht oft gar nicht verfügbar war) bleiben maximal 15 Minuten Betreuungsaufwand – die tatsächliche tägliche Ersparnis kann also unter 75 Minuten liegen. Das ist eine Personalzeit-Verlagerung, KEINE Kosteneinsparung und keine Flächenleistung: der Bericht nennt weder m²/h im Realbetrieb noch die Einsatzdauer des Roboters noch Anschaffungs- oder Betriebskosten. Einzelfall in einer Logistikhalle mit großen freien Flächen – gut geeignete Roboterumgebung, nicht auf verwinkelte Objekte übertragbar.

Quellen (2)

DEUTZ AG · DEUTZ AG, Ersatzteillager Köln-Kalk und Montagelinien Köln-Porz

Endkunde

Kärcher KIRA B 50 (Kärcher) · Industrie (Logistikzentrum und Produktion) · 20.000 m² · Köln (DE) · seit März 2023 (Logistikzentrum) bzw. Oktober 2023 (Produktion)

Nur Herstellerquellen — Werbekontext beachten

Routenerfolgsquote
96 %
Anteil erfolgreich abgeschlossener Reinigungsrouten im Ersatzteillager Köln-Kalk (5.000 m²), Einsatz seit März 2023
Routenerfolgsquote
98 %
Anteil erfolgreich abgeschlossener Reinigungsrouten in der Produktion Köln-Porz (15.000 m², zwei Dockingstationen), Einsatz seit Oktober 2023
Einsparung
50 %
Von Kärcher genannte Kostensenkung gegenüber dem vorherigen Einsatz einer Aufsitzmaschine; Berechnungsgrundlage wird nicht offengelegt
Betriebsstunden
3,5 h/Tour
Einsatzdauer je Reinigungstour bei DEUTZ; täglicher Wartungsaufwand laut Bericht rund 10 Minuten
  • Christoph Heid, Projektingenieur Facility Management DEUTZ AG: „Wo soviel bewegt wird, gibt's eine Menge Staub, den wir mit Nassreinigung und dem Wechsel von einer Kehr- auf eine Scheuersaugmaschine besser in den Griff kriegen wollten.“
  • Christoph Heid: „Wir sind rundum zufrieden mit unserer KIRA.“
  • Florian Heider, Projektingenieur Prozesstechnik an den Montagelinien: „Inspiriert von dem Topzeugnis unserer Logistikkollegen sind wir auch in Porz bei der Unterhaltsreinigung auf den autonom arbeitenden Kärcher Roboter umgeschwenkt – und haben damit einen Volltreffer gelandet.“
  • Kontext der Flächen: rund 5.000 Bestellaufträge und 40 Tonnen Warenversand täglich im Logistikzentrum, 90 Sekunden Taktzeit in der Produktion.

Einordnung: Werbekontext: Der Fall stammt von der Referenzseite des Herstellers Kärcher, nicht von einer unabhängigen Redaktion — die Auswahl ist positiv vorselektiert und Negativfälle erscheinen dort nicht. Die Routenerfolgsquoten von 96 % und 98 % sind ungewöhnlich konkret; die Seite erwähnt zwar, dass Bordcomputer und KIRA-Portal Echtzeitdaten liefern, legt aber nicht offen, ob die Quoten daraus stammen — sie bleiben eine Herstellerangabe, wenn auch eine plausibel telemetriegestützte. Die 50 % Kosteneinsparung gegenüber der Aufsitzmaschine sind eine Herstellerbehauptung ohne offengelegte Rechnung und sollten nicht als übertragbarer Wert gelesen werden. Es fehlt jede Angabe zur tatsächlichen Flächenleistung in m²/h.

Quellen (1)
  • Herstellermeldung (Werbekontext)KIRA B 50 bei DEUTZ AG Köln: 5.000 m² Ersatzteillager seit März 2023 mit 96 % Routenerfolgsquote, 15.000 m² Produktion Köln-Porz seit Oktober 2023 mit 98 %, 50 % niedrigere Kosten gegenüber Aufsitzmaschine, 3,5 h Einsatzdauer pro Tour, 10 min tägliche Wartunghttps://www.karcher.com/de/de/industriereinigung-referenzen.html

Dorfner Gruppe (Reinigungsdienstleister im Auftrag der Terminal 2 Gesellschaft, Flughafen München) · Satellitengebäude Terminal 2, Flughafen München

Gebäudereiniger

Gausium Reinigungsroboter (50-cm- und 75-cm-Variante) (Gausium) · Flughafen · 20.000 m² · München (DE) · seit Dezember 2022 (Artikel vom 18. September 2023)

Flächenleistung
2.500 m²/h
Angabe für die im Regelbetrieb im Satellit Terminal 2 eingesetzten Roboter; Wortlaut: „Die Reinigungsroboter, die im Satellit Terminal 2 im Regelbetrieb eingesetzt werden, reinigen aktuell rund 2.500 m²/h.“ Ob gemessen oder aus Herstellerangaben übernommen, wird im Artikel nicht offengelegt
Flottengröße
2 Roboter
Wortlaut: „Aktuell sind zwei Roboter des chinesischen Herstellers Gausium Robotics (ehemals Gaussian) im Satellitengebäude des Terminal 2 im Einsatz“; laut Bildunterschriften handelt es sich um eine 50-cm- und eine 75-cm-Variante, die nachts im Regelbetrieb arbeiten
  • Laut Adrian Hoffmann, Head of Robotics in der Dorfner-Gruppe, habe man sich bewusst für Reinigungsqualität und gegen Show entschieden: „Das heißt: Die Roboter reinigen nachts und nicht unter Publikumsverkehr.“
  • Peter Engelbrecht, Gesamtgeschäftsführer der Dorfner-Gruppe: „Allerdings werden die Roboter aus meiner Sicht keine Menschen verdrängen und Arbeitsplätze vernichten.“
  • Matthias Langbehn, der gemeinsam mit Ivonne Kuger die Geschäfte der Terminal-2-Gesellschaft führt: „Damit gehen wir mit unserem Partner Dorfner neue Wege in der Gebäudebewirtschaftung.“
  • Laut Artikel beträgt die bei Dorfner insgesamt durch Roboter gereinigte Fläche rund 800.000 m² (Tendenz steigend); neben dem Flughafen München nennt der Artikel genau zwei weitere Objekte mit Robotereinsatz in der täglichen Reinigung: Datev in Nürnberg und Uniklinik Würzburg.
  • Ziel bis Jahresende 2023 war die Automatisierung der gesamten frei zugänglichen Fläche der Passagierabfertigung (Ebene 4) im Satellit Terminal 2 mit in Summe etwa 20.000 m²; langfristig soll die automatisierte Reinigung auf den gesamten Passagierabfertigungsbereich mit rund 200.000 m² im Terminal 2 ausgeweitet werden.

Einordnung: Der Fall zeigt einen echten Regelbetrieb (nicht nur Pilot) in einem hochfrequentierten Flughafengebäude — die 2.500 m²/h liegen im Bereich dessen, was für Nachtreinigung auf grossen, weitgehend freien Verkehrsflächen plausibel ist. Was der Fall NICHT zeigt: Der Artikel legt nicht offen, ob die 2.500 m²/h aus Telemetrie stammen oder eine gerundete Betriebsannahme sind, und er nennt weder Netto-Flächenleistung inklusive Rüst-, Befüll- und Ladezeiten noch Kosten. Alle Angaben stammen von den Projektbeteiligten (Dorfner, Terminal-2-Gesellschaft), nicht aus unabhängiger Messung. Die 20.000 m² und 200.000 m² sind Zielgrössen, keine erreichten Ist-Werte zum Berichtszeitpunkt. Stand ist September 2023; neuere Zahlen sind aus dieser Quelle nicht belegbar.

Quellen (1)

Dr. Sasse Gruppe / Sasse Österreich

FM-Dienstleister

Nexaro Saugroboter (Modell im Bericht nicht spezifiziert) (Nexaro) · Bürokomplex eines Halbleiterherstellers · Kärnten (AT) · Rollout Ende 2024 bis Ende 2025 in drei Stufen; Stand des Berichts: Juli 2026

Flottengröße
150 Roboter
150 Saugroboter in einem einzigen Kundenobjekt (großer Bürokomplex eines Halbleiterherstellers in Kärnten), schrittweise aufgebaut in drei Tranchen zu je 50 Geräten (Ende 2024, Mitte 2025, Jahresende 2025)
Flottengröße
800 Roboter
Gesamtbestand der Dr. Sasse Gruppe (rund 800 Roboter, davon rund 740 kompakte Nexaro-Saugroboter); Geräte und Software von insgesamt elf Herstellern sind über die IoT-Plattform ToolSense integriert, je Objekt laufen maximal zwei Hersteller parallel
  • Michael Lackner (Robotics-Experte bei Dr. Sasse, Geschäftsführer Sasse Österreich): „Robotik wird bei uns nicht als Zusatzlösung verstanden, sondern als struktureller Bestandteil unseres Geschäftsmodells.“
  • Laura Sasse (Vorstand, zuständig für Finanzen, KI und Digitalisierung): „Mit der steigenden Anzahl an Robotern haben wir erkannt, dass für einen nachhaltigen und skalierbaren Betrieb eine klare Organisation erforderlich ist.“
  • Die eingesetzten Saugroboter navigieren laut Artikel per Lasertechnologie ohne bildgebende Kamera. Ziel des Unternehmens ist ein vollständig automatisiert gereinigtes Objekt bis 2030.

Einordnung: Einer der größten publizierten Robotik-Rollouts eines deutschsprachigen FM-Dienstleisters in einem einzelnen Objekt: 150 Geräte in einem großen Bürokomplex eines Halbleiterherstellers in Kärnten (laut Artikel explizit Bürokomplex, nicht das Werk bzw. Reinraum-/Produktionsflächen), eingebettet in eine Gesamtflotte von rund 800 Robotern über elf Hersteller. Die Zahlen sind Flotten- und Organisationsdaten – es sind KEINE Flächenleistungen, Reinigungszeiten, Einsparungen oder Amortisationszeiten publiziert. Die auf der österreichischen Sasse-Website genannten „bis zu 1.800 m²/h“ für einen LionsBot R3 Scrub sind eine unbelegte Bis-zu-Angabe im Marketing-Blog des Betreibers (faktisch eine Katalogangabe ohne Messkontext) und wurden hier bewusst NICHT als Realwert übernommen. Quelle ist ein redaktioneller Fachartikel (rationell reinigen, 27.07.2026), der aber im Wesentlichen die Darstellung des Unternehmens wiedergibt; unabhängige Verifikation der Stückzahlen liegt nicht vor.

Quellen (2)
  • FachpresseRund 800 Roboter bei Dr. Sasse, davon ca. 740 Nexaro-Saugroboter; 150 Roboter in einem großen Bürokomplex eines Halbleiterherstellers in Kärnten in drei Schritten à 50 Geräten (Ende 2024, Mitte 2025, Jahresende 2025); elf Hersteller über ToolSense integriert, max. zwei Hersteller je Objekt; Lasernavigation ohne Kamera; Ziel vollautomatisiertes Objekt bis 2030; Zitate Lackner und Sasse; Artikel vom 27.07.2026https://www.rationell-reinigen.de/automatisierung-in-der-reinigung-robotik-als-systementscheidung-298316/
  • BetreiberberichtSasse Österreich nennt Co-botic 1700 Pro (Teppich, Büro) und LionsBot R3 Scrub (Hartboden, Industrie; „bis zu 1.800 m²/h“ als unbelegte Bis-zu-Angabe im Betreiber-Blog ohne Quellen-/Messkontext) im Einsatz bei einem Leiterplattenhersteller in der Steiermark; Einschätzung von Philipp Pfeifer (Technischer Standortleiter)https://www.sasse.co.at/blog/reinigungsroboter-smart-cleaning

Kaufland Deutschland · Kaufland-Filiale Eberbach

Endkunde

Gausium Omnie / Pudu CC1 Pro (Modellzuordnung zur Filiale Eberbach nicht publiziert) (Gausium / Pudu Robotics) · Lebensmitteleinzelhandel / Filiale · 1.740 m² · Eberbach (DE) · seit Ende 2025 (Testbetrieb, Bericht April 2026)

gereinigte Fläche
1.879 m²/Tag
Durchschnittliche Tagesleistung des Roboters in der Filiale Eberbach (Gesamtfläche rund 1.740 m²), entspricht einer Marktabdeckung von 108 %
Flächenleistung
465 m²/h
Durchschnittliche Ist-Flächenleistung laut Bericht für die Filiale Eberbach (konsistent mit 1.879 m²/Tag bei rund 4 h Laufzeit); in der Weihnachtszeit fiel die Flächenleistung bei erhöhter Kundenfrequenz laut Bericht im Durchschnitt um ein Drittel niedriger aus (filialübergreifende Aussage, nicht Eberbach-spezifisch)
Betriebsstunden
4 h/Tag
Durchschnittliche tägliche Laufzeit des Roboters in der Filiale Eberbach
Personalstunden-Verlagerung
2 h/Tag
Laut Kaufland wurden in der Filiale Eberbach gegenüber der konventionellen manuellen Reinigung „pro Tag zwei Stunden Zeit eingespart“
  • Simon Küller, Projektleiter Beschaffung bei Kaufland Deutschland: „Das erste Fazit zum Einsatz der Reinigungsroboter in unseren ausgewählten Filialen ist durchweg positiv.“
  • Simon Küller: „Durch den häufigeren Turnus der Maschine konnten die täglich entstehenden Verschmutzungen früher beseitigt werden.“
  • Simon Küller: „Im Sinne der Cobotik ergänzen sich also Mensch und Maschine in der Zusammenarbeit.“ Im Vordergrund stehe die „Entlastung des Reinigungspersonals […], das sich dann verstärkt anderen Tätigkeiten widmen kann“.
  • Getestet wurde in mehreren Filialen: Eberbach (rund 1.740 m²), Nürtingen (5.300 m², zweigeschossig), Hechingen (4.500 m², zweigeschossig, zwei Maschinen), Heidelberg-Rohrbach und Köln-Merheim (Flächen nicht einzeln beziffert; laut Bericht durchschnittlich rund 4.400 m² Verkaufsfläche pro Filiale) sowie Heilbronn, wo die Roboter nur nachts in Betrieb sind.
  • Als Integratoren waren Fenka Robotics (Berlin) und TCOrobotics (Vaihingen an der Enz) beteiligt.

Einordnung: Dies ist einer der wenigen deutschen Fälle mit einer publizierten Ist-Flächenleistung aus dem laufenden Betrieb: 465 m²/h in einer Handelsfläche mit Regalen, Engstellen und Kundenverkehr — ein realistischer Gegenwert zu den 1.500 bis 2.500 m²/h, die Prospekte für Freiflächen nennen. Wichtig zur Herkunft: Alle Kennzahlen sind Eigenangaben von Kaufland („Kaufland zufolge“), die die Fachpresse referiert — keine unabhängige Messung; ob sie aus Roboter-Telemetrie oder Kaufland-eigener Auswertung stammen, nennt der Bericht nicht. Was der Fall NICHT zeigt: Der Bericht ordnet die Kennzahlen keinem der beiden genannten Modelle (Gausium Omnie, Pudu CC1 Pro) eindeutig zu, weshalb hier keine Katalog-ID verknüpft ist. Die „108 % Marktabdeckung“ erklärt der Bericht nicht näher (er spricht von einem „Erfüllungsgrad“ über 100 Prozent); plausibel ist Mehrfachbefahrung von Teilflächen — sie bedeutet jedenfalls nicht 108 % Reinigungsqualität. Es handelt sich um einen laufenden Testbetrieb, nicht um einen abgeschlossenen Rollout.

Quellen (1)

LKH-Universitätsklinikum Graz · LKH-Universitätsklinikum Graz (Universitätskliniken für Neurologie, Chirurgie, Kinderklinik, Innere Medizin)

Endkunde

LionsBot R3 Scrub (LionsBot) · Universitätsklinikum · Graz (AT) · Pilotprojekt 2022, Regelbetrieb seit März 2023, weitere Geräte bis 2025

  • Dipl.-KH.BW. Michael Manuel Kazianschütz, MBA MSc, am LKH-Universitätsklinikum Graz für Wirtschaft und Logistik verantwortlich: „2022 haben wir das Pilotprojekt Reinigungsroboter an der Universitätsklinik für Neurologie gestartet.“
  • Im Bericht namentlich genannte Reinigungsroboter im Einsatz: „Franzi 2.0“ (LionsBot R3 Scrub, Uniklinik für Chirurgie, seit März 2023), „Horsti“ (Kinderklinik), „Annelies“ (Klinik für Innere Medizin) und „Franziska“ (Uniklinik für Chirurgie, seit Valentinstag 2025); Vorläufer „Franzi 1.0“ war der Pilot 2022. Eine Gesamtzahl der eingesetzten Reinigungsroboter nennt der Bericht nicht; das Modell „LionsBot R3 Scrub“ wird nur für „Franzi 2.0“ explizit angegeben.
  • Michael Manuel Kazianschütz zur Reinigungsqualität: „Die Roboter arbeiten schnell und effizient, durch die gleichmäßigere Reinigung gibt es kaum Schlieren.“
  • Laut Bericht ist es seit der Einführung der Reinigungsroboter „zu keinem einzigen Zusammenstoß gekommen“; Kazianschütz: „In unserem Near-Miss-Meldesystem sind bisher keine Beinaheunfälle mit Robotern gemeldet worden.“
  • Markus Ruppnig, BSc MSc, fachkundiges Organ für Berufskrankheiten und Gesundheit am Arbeitsplatz in der AUVA-Außenstelle Klagenfurt: „Es ist wichtig, dass im Rahmen der Arbeitsplatzevaluierung eine Gefährdungsbeurteilung der Roboter durchgeführt wird.“
  • Parallel setzt das Klinikum autonome mobile Roboter in der Logistik ein („Gertschi“ im rund 2 km langen Logistiktunnel, Echtbetrieb seit Februar 2025 nach AMR-Pilot ab Dezember 2024); zuvor zogen Lagermitarbeitende täglich 80 bis 100 Paletten durch den Tunnel.

Einordnung: Der Bericht im AUVA-Fachmagazin „Sichere Arbeit“ (Ausgabe 1/2026) ist eine vom Hersteller und Betreiber unabhängige Quelle und der bislang beste deutschsprachige Beleg für den Sicherheitsaspekt: über rund drei Jahre Klinikbetrieb mit mehreren Robotern kein einziger Zusammenstoß und keine Beinaheunfälle im Near-Miss-Meldesystem des Hauses. Zwei Grenzen: Erstens nennt der Bericht das Modell „LionsBot R3 Scrub“ explizit nur für „Franzi 2.0“; „Horsti“, „Annelies“ und „Franziska“ werden nur als Scheuersaugroboter ohne Modellangabe beschrieben — eine reine LionsBot-Flotte ist damit nicht belegt. Zweitens liefert der Fall keine einzige Kennzahl: weder Flächenleistung noch gereinigte Fläche, Betriebsstunden, Einsparung oder eine Gesamtzahl der Roboter (eine „Flottengröße 4“ wäre nur eine Zählung der namentlich genannten Geräte); die Aussage „schnell und effizient“ ist eine Einschätzung, keine Messung. Die 80 bis 100 Paletten betreffen die Logistikrobotik („Gertschi“), nicht die Reinigung. Die Zuordnung zum Katalog bleibt offen, weil im Bericht „LionsBot R3 Scrub“ steht und nicht die im Katalog geführte Pro-Variante.

Quellen (1)
  • FachpresseLKH-Universitätsklinikum Graz setzt Scheuersaug-Reinigungsroboter ein: Pilot 2022 an der Universitätsklinik für Neurologie, Regelbetrieb ab März 2023, weitere Geräte bis Februar 2025 in Chirurgie, Kinderklinik und Innerer Medizin; Modell „LionsBot R3 Scrub“ explizit nur für „Franzi 2.0“ genannt; seit Einführung kein einziger Zusammenstoß und keine Beinaheunfälle im Near-Miss-Meldesystem; AUVA-Experte fordert Gefährdungsbeurteilung im Rahmen der Arbeitsplatzevaluierunghttps://www.sicherearbeit.at/ausgaben/2026/ausgabe-1-2026/reinigungsroboter-im-krankenhaus

P. Dussmann GmbH (Dussmann Service Österreich) · HTL Villach

FM-Dienstleister

Nilfisk Liberty SC50 (Nilfisk) · Schule / Bildungseinrichtung · Villach (AT) · seit Schuljahr 2022

gereinigte Fläche
4.000 m²/Tag
täglich autonom gereinigte Fläche (Gänge des weitläufigen Schulgebäudes) laut Fallstudie in Reinigung Aktuell; im Artikel als "rund 4.000 Quadratmeter" angegeben
Betriebsstunden
6 h/Tag
tägliche Einsatzdauer (nachmittags) für diese Fläche; die Fallstudie nennt 4 bis 6 Stunden, der Überblicksartikel etwa 5 bis 6 Stunden – hier der obere Wert der Spanne
  • Sandra Wilding, Niederlassungsleiterin Dussmann Kärnten: "Er ist sehr effizient, seine Bedienung ist einfach und er funktioniert reibungslos. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von der anstrengenden Reinigung der Flächen entlastet und können sich anderen Aufgaben widmen." (wörtlich)
  • Karl-Heinz Strasser, leitender Schulwart der HTL Villach: "Wir sind alle rundum zufrieden. Der macht seine Arbeit tagtäglich mit viel Energie." (wörtlich)
  • "Der Roboter hat sich in ein paar Monaten als fixer Bestandteil des Teams etabliert." – Peter Edelmayer, Dussmann
  • Der Roboter trägt im Objekt den Spitznamen "Schurli".

Einordnung: Anders als die übrigen Fälle hier stammt dieser aus der Fachpresse (Reinigung Aktuell), nicht vom Hersteller – die Zahlen sind aber ebenfalls Betreiberangaben und keine unabhängig gemessene Telemetrie. Der Fall ist der einzige in dieser Sammlung mit einer echten Flächen-pro-Zeit-Angabe: rund 4.000 m² in 4 bis 6 Stunden, das entspricht überschlägig 670 bis 1.000 m²/h im Realbetrieb – deutlich unter typischen Katalogwerten. Diese Ableitung ist aber unsere Rechnung, nicht publiziert. Einzelobjekt Schule mit langen Gängen; Ferienzeiten und Nutzungsmuster einer Schule sind nicht auf Dauerbetrieb-Objekte übertragbar.

Quellen (2)

Piepenbrock Unternehmensgruppe

Gebäudereiniger

Nexaro NR 1700 (Mischflotte mit älterem Nexaro-Modell, im Betreiberblog nicht namentlich genannt) (Nexaro) · Verschiedene Objekte (über 30; Objekttypen in der Quelle nicht spezifiziert) · u. a. Dortmund, Düsseldorf, Nürnberg, Koblenz, Erlangen, Dresden, Hamburg (DE) · seit November 2024

Flottengröße
75 Roboter
Rund 75 Nexaro-Saugroboter nach Ausweitung des Projekts (Blogbeitrag vom 16.04.2025); die Angabe 'mehr als 30 Objekte' in sieben genannten Städten stammt aus einem früheren Abschnitt desselben Beitrags und ist nicht ausdrücklich der Stand zur 75er-Flotte; Ausbau auf eine dreistellige Anzahl angekündigt (Absicht, kein Ist-Wert)
  • Piepenbrock (Unternehmenskommunikation, Autorin Lena Severiens, 16.04.2025): Seit der Zusammenarbeit mit Nexaro ab November 2024 unterstützen die Saugroboter die Reinigungskräfte in mehr als 30 Objekten; zukünftig solle eine dreistellige Anzahl von Saugrobotern im Einsatz sein.
  • Laut Piepenbrock-Blog ist parallel zum bisherigen Saugroboter-Modell auch das Nachfolgemodell NR 1700 im Einsatz; das ältere Modell wird dort nicht namentlich genannt. Die Fachpresse (Automationspraxis, 12.05.2025) beschreibt das Nexaro-Portfolio als NR 1500 und den im Februar 2025 eingeführten NR 1700, die sich über die Steuerungsplattform Nexaro HUB vernetzen lassen – ohne Bezug zu Piepenbrock.

Einordnung: Belegt ist ein Flottenaufbau auf rund 75 kompakte Saugroboter innerhalb von gut einem halben Jahr (November 2024 bis April 2025) – ein belastbarer Adoptionsbeleg. Die Angabe 'mehr als 30 Objekte' stammt aus einem früheren Projektstadium desselben Blogbeitrags; ob die 75 Roboter auf genau diese Objektzahl verteilt sind, sagt die Quelle nicht. Der Beleg sagt NICHTS über Leistung: keine Flächenleistung, keine gereinigten Quadratmeter, keine Personalstunden-Verlagerung, keine Kosten, keine Objektnamen, -typen oder -größen. Die Hauptquelle ist der Unternehmensblog von Piepenbrock, also Eigendarstellung ohne unabhängige Prüfung; die 'dreistellige Anzahl' ist eine Absicht, kein Ist-Wert. Der Fachpresse-Artikel erwähnt Piepenbrock nicht und beschreibt nur das Nexaro-Portfolio in herstellernaher Darstellung. Achtung Katalogzuordnung: Die Flotte ist gemischt; der Blog nennt nur den NR 1700 namentlich, das ältere Modell (nach Portfolio-Lage mutmaßlich der NR 1500) bleibt unbenannt. Dass Piepenbrock den Nexaro HUB nutzt, ist nicht belegt.

Quellen (2)
  • BetreiberberichtZusammenarbeit mit Nexaro seit November 2024, Einsatz in mehr als 30 Objekten, unter anderem in Dortmund, Düsseldorf, Nürnberg, Koblenz, Erlangen, Dresden und Hamburg; inzwischen Ausweitung auf rund 75 Roboter, parallel Einsatz des Nachfolgemodells NR 1700 (älteres Modell nicht namentlich genannt); Ausbau auf dreistellige Anzahl angekündigt; Beitrag vom 16.04.2025 von Lena Severienshttps://www.piepenbrock.de/blog/cobots-im-einsatz-piepenbrock-setzt-auf-smarte-reinigung/
  • FachpresseNR 1700 im Februar 2025 für großflächige, komplexere Räumlichkeiten (z. B. Lobbys, Showrooms) eingeführt, NR 1500 für kleine Flächen; NR 1500 und NR 1700 erfüllen als erste kompakte Reinigungsroboter die Sicherheitsnorm IEC 63327; Vernetzung über die Steuerungsplattform Nexaro HUB; Artikel vom 12.05.2025, ohne Bezug zu Piepenbrockhttps://automationspraxis.industrie.de/news/nexaro-treibt-reinigungsrobotik-voran/

Söffge Gebäudereinigung GmbH & Co. KG · Waterfront Bremen

Gebäudereiniger

Tennant T16AMR (Tennant) · Einkaufszentrum · 12.000 m² · Bremen (DE) · seit September 2023 (Testphase ab Juli 2023)

Verfügbarkeit
300 Reinigungstage/Jahr
Von Söffge formuliertes Ziel von 300 Reinigungstagen im Jahr mit einer einzigen Maschine; als erreicht bezeichnet ausschließlich im Zitat von Boris Söffge innerhalb der Tennant-Fallstudie – Selbstauskunft, kein Mess- oder Telemetriewert; keine Stunden- oder Flächenleistung veröffentlicht
Flottengröße
1 Roboter
Ein T16AMR betreut die rund 12.000 m² Bodenfläche des Centers; Tennant nennt zum Vergleich über 5.000 T16AMR-Installationen in den USA seit 2021
  • Boris Söffge (Geschäftsleitung Söffge), sinngemäß aus der deutschen Fassung der Tennant-Fallstudie: „Wir betrachten den Roboter als Cobot, der unsere menschliche Belegschaft unterstützt und ihre Arbeit erleichtert. Dass wir unser Ziel von 300 Reinigungstagen im Jahr mit einer Maschine erreichen, ist bemerkenswert.“
  • Michael Dannen (Gebietsverkaufsleiter Tennant): Die große installierte Basis an T16AMR habe wertvolle betriebliche Erkenntnisse geliefert, aus denen die Weiterentwicklung der Maschine gespeist werde.
  • Söffge selbst (Website, Juli 2023): Robotik sei „sinnvolle Ergänzung der Prozesse, nicht jedoch als vollwertiger Ersatz unserer geschulten Gebäudereiniger*innen“ zu verstehen.

Einordnung: Der Fall belegt einen seit September 2023 laufenden, damit mehrjährigen Realeinsatz eines Scheuersaugroboters in einem stark frequentierten Einkaufszentrum – die aktuelle Söffge-Website führt den T16AMR weiterhin als festes Teammitglied. Die einzige Kennzahl (300 Reinigungstage/Jahr, eine Maschine, 12.000 m² Bodenfläche) ist jedoch kein Messwert, sondern eine Selbstauskunft: Sie stammt allein aus dem Zitat von Boris Söffge innerhalb der Tennant-Fallstudie. Es sind KEINE Flächenleistung in m²/h, keine BrainOS-Telemetriewerte, keine Personalstunden- oder Kosteneinsparungen publiziert; der 71-dB-Wert und die ec-H2O-Chemieersparnis sind Produktangaben, keine Messwerte aus dem Objekt. Die Fallstudie stammt vom Hersteller Tennant und ist damit Werbekontext, die ergänzenden Quellen sind Selbstdarstellungen des Betreibers. Laut eigener Meldung vom Februar 2025 setzt Söffge zusätzlich einen Pudu CC1 ein (dort bereits als aktiv im Einsatz beschrieben, ohne genannten Starttermin) – dazu sind bislang gar keine Leistungsdaten veröffentlicht, nur eine Schulungsmeldung.

Quellen (5)

Cincinnati/Northern Kentucky International Airport (CVG), Reinigung durch ein 120-koepfiges Housekeeping-Team aus eigenen und Fremdkraeften · Cincinnati/Northern Kentucky International Airport (CVG)

Endkunde

Avidbots Neo (erste Generation) (Avidbots) · Flughafen · Hebron, Kentucky (US) · Inbetriebnahme 13.11.2019, Kennzahlen aus dem ersten Einsatzjahr (2019-2020); Fortbetrieb nach 2021 nicht belegt

gereinigte Flaeche
18.581 m²/Woche
Publiziert als 200.000 sq ft pro Woche im Pilotbetrieb ab November 2019 (The Robot Report, 07.04.2020); Umrechnung in m² durch RoboHub
gereinigte Flaeche
464.515 m² (kumuliert im ersten Einsatzjahr)
Publiziert als 'over 5 million square feet' im Jahr nach der Inbetriebnahme, Quelle Airport Improvement Magazine Jan/Feb 2021; Umrechnung in m² durch RoboHub. Zeitraum faellt teilweise in die COVID-bedingt reduzierte Flugbetriebsphase
Betriebsstunden
6 h je Akkuladung
The Robot Report beschreibt dies als tatsaechlichen laufenden Betrieb bei CVG ('Neo is currently cleaning for six hours at a time, which is the maximum time it can run on one charge'); Angabe beruht auf Aussagen von CVG/Avidbots im Artikel, keine unabhaengige Messung
Amortisationszeit
12 Monate (Untergrenze der Angabe 12-18 Monate)
Anbieterprojektion von Avidbots bei 8 Stunden taeglichem Betrieb, verbunden mit einem annualisierten Wert von 30.000 USD je Neo - Projektion, keine gemessene Ist-Amortisation
  • Candace McGraw, CEO von CVG: 'At CVG, we aim to embrace what's next in all that we do. [...] In the challenging and uncertain times we find ourselves, making sure our facilities are safe and clean is our top priority, so Neo has been a great asset to our team to ensure a high standard of cleanliness is met.'
  • Brian Cobb, Chief Innovation Officer CVG, zum Datennutzen: 'If it can be measured, it can be improved.'
  • Brian Cobb zur Kaufentscheidung: 'What really sold us on this particular unit was the phenomenal dashboarding that comes along with it.'
  • Brian Cobb ueber den ersten Eindruck des Neo: 'Here I was seeing another scrubber that was really the same base size and specs. I was surprised to see the number of them at work and the consumer interaction. I was intrigued from the get-go.'
  • Faizan Sheikh, CEO und Mitgruender von Avidbots: 'Neo works 24x7 to keep CVG's facilities spic and span.'

Einordnung: Einer der wenigen Flughafenfaelle, bei dem die Flaechenzahl aus unabhaengiger Fachpresse (The Robot Report) stammt und nicht nur aus einer Herstellerbroschuere - das macht die 200.000 sq ft pro Woche zum belastbarsten Wert dieses Falls. Allerdings beruht auch dieser Artikel erkennbar auf Angaben von CVG und Avidbots (Zitate beider CEOs, Firmensprecher), nicht auf eigener Messung. Alles Weitere (5 Mio. sq ft im Jahr, 30.000 USD annualisierter Wert, 12-18 Monate Amortisation) kommt von Avidbots beziehungsweise aus einem Branchenmagazin-Beitrag und ist Werbekontext; die Amortisationsangabe ist eine Projektion, kein Nachweis. Beschrieben wird nur eine einzelne Neo-Einheit; weitere Einheiten waren laut Avidbots lediglich geplant. Der Fall zeigt nicht, wie viel Personalzeit tatsaechlich eingespart wurde - dazu gibt es in keiner Quelle eine Zahl. Uebertragbarkeit auf DACH: mittel; grosse, weitgehend hindernisfreie Terminalflaechen sind mit deutschen Flughaefen vergleichbar, das erste Einsatzjahr fiel aber in die Pandemie mit stark reduziertem Passagieraufkommen (CVG: ueber 9,1 Mio. Passagiere 2019) und damit untypisch guten Fahrbedingungen.

Quellen (3)

Insider Facility Services (Reinigungsdienstleister am Flughafen TORP Sandefjord) · TORP Sandefjord Airport

Gebäudereiniger

Nilfisk Liberty SC50 (Nilfisk) · Flughafen · 27.000 m² · Sandefjord (NO) · seit 2019 (Investitionsentscheidung fuer Reinigungsroboter Anfang 2019; zunaechst zwei Geraete eines Wettbewerbers, nach Problemen und Zusatzkosten Wechsel auf einen Liberty SC50)

Nur Herstellerquellen — Werbekontext beachten

gereinigte Flaeche
3.000 m²/Tag (Untergrenze der Angabe 3.000-4.000 m²)
Publizierte Tagesleistung des einen Liberty SC50 ('Currently, the machine cleans 3,000-4,000 m2 every day'); die Zeitspanne 5 Uhr bis Mitternacht beschreibt laut Quelle die Schichtabdeckung des 21-koepfigen Reinigungsteams, nicht die Laufzeit des Roboters
gereinigte Flaeche
4.000 m²/Tag (Obergrenze der Angabe 3.000-4.000 m²)
Publizierte Tagesleistung des einen Liberty SC50 ('Currently, the machine cleans 3,000-4,000 m2 every day'); die Zeitspanne 5 Uhr bis Mitternacht beschreibt laut Quelle die Schichtabdeckung des 21-koepfigen Reinigungsteams, nicht die Laufzeit des Roboters
Personalstunden-Verlagerung
3 h/Tag
Der Roboter spart nach Angabe der Contract Managerin zwei Reinigungskraeften je rund 1,5 Stunden pro Tag; Reinigungsteam insgesamt 21 Personen in drei ueberlappenden Schichten
Einsparung
27.000 EUR/Jahr (Quelle: 'roughly €27,000 a year')
Aus den 3 eingesparten Stunden pro Tag abgeleitet, kalkuliert mit einem als Obergrenze formulierten Stundensatz ('net hourly cost of cleaning labour can be as high as €25 per hour') - Bestfall-Rechnung des Herstellers, nicht extern geprueft
Flottengroesse
1 Roboter
Ein Liberty SC50 deckt 70-75 % der oeffentlichen Bodenflaeche des Flughafens ab, unter anderem Check-in- und Ankunftsbereich
  • Henrika Puksmiene, Operational Contract Manager: 'The machine saves two cleaners about 1.5 hours each every day.'
  • Henrika Puksmiene ueber die Autonomie im laufenden Betrieb: 'We can confidently forget about the machine and carry on with other tasks.'
  • Henrika Puksmiene zur Anschaffung: 'Even though the Nilfisk product was more expensive up front, we don't have to pay someone else to do the mapping for us afterward.' - laut Artikel bringt das eigenstaendige Programmieren neuer Reinigungspfade Unabhaengigkeit und spart Geld.

Einordnung: Der methodisch sauberste Fall dieser Sammlung: ein einzelner Roboter, ein klar benanntes Objekt mit bekannter Flaeche (27.000 m²), eine explizite Tagesleistung und eine nachvollziehbar hergeleitete Stundeneinsparung inklusive offengelegtem Stundensatz. Zwei Einschraenkungen: Der Stundensatz ist in der Quelle als Obergrenze formuliert ('can be as high as €25 per hour'), die rund 27.000 EUR pro Jahr sind also eine Bestfall-Rechnung des Herstellers; und die Zeitspanne 5 Uhr bis Mitternacht beschreibt die Schichten des Reinigungsteams, nicht die Laufzeit des Roboters. Genau wegen der offenen Herleitung ist der Fall auch der ernuechterndste - drei eingesparte Personalstunden pro Tag bei 3.000-4.000 m² Tagesleistung ist ein realistischer, nicht spektakulaerer Wert und liegt weit unter dem, was Prospektangaben zur Flaechenleistung nahelegen. Es handelt sich um eine Nilfisk-Fallstudie, also Werbekontext, und zugleich um eine Wechsel-Erzaehlung zugunsten von Nilfisk: Zuvor waren zwei Geraete eines Wettbewerbers wegen 'numerous issues and unexpected extra charges' gescheitert - das belegt auch das Auswahlrisiko bei Reinigungsrobotern. Einzelfall ab 2019 mit einem Geraet. Uebertragbarkeit auf DACH: hoch - europaeisches Objekt, aehnliche Personalkostenstruktur (norwegische Loehne liegen allerdings ueber deutschen, die 27.000 EUR waeren in Deutschland entsprechend niedriger), vergleichbare Flughafen-Bodenbelaege und Betriebszeiten.

Quellen (1)
  • Herstellermeldung (Werbekontext)27.000 m² Bodenflaeche, 21-koepfiges Reinigungsteam in drei ueberlappenden Schichten von 5 Uhr bis Mitternacht; ein Liberty SC50 reinigt taeglich 3.000-4.000 m² beziehungsweise 70-75 % der oeffentlichen Bodenflaeche inklusive Check-in- und Ankunftsbereich, spart zwei Reinigungskraeften je 1,5 Stunden taeglich, das entspricht rund 27.000 EUR pro Jahr bei bis zu 25 EUR Netto-Stundenkosten; zuvor zwei Wettbewerbsgeraete wegen Problemen und Zusatzkosten ersetzthttps://nilfisk.com/global/case-studies/nilfisk-robotic-scrubber-saves-3-hours-every-day

Mitie (Reinigungsdienstleister am Flughafen London Heathrow); Beschaffung ueber den UK-Distributor ICE · London Heathrow Airport

FM-Dienstleister

Gausium Scrubber 50 und Scrubber 75 (Mischflotte) (Gausium) · Flughafen · London (GB) · seit Oktober 2022

Flottengroesse
34 Roboter
25x Scrubber 50 und 9x Scrubber 75 plus 18 Ladedocks, Einsatz in Check-in-Bereichen und Airside-Zonen mehrerer Terminals
Personalstunden-Verlagerung
1.760 h/Jahr
Von Gausium ausgewiesene jaehrlich zurueckgewonnene Arbeitsstunden, im Text auf die Automatisierung des Wassermanagements (Tank leeren/befuellen) bezogen; Berechnungsweg wird nicht offengelegt
Einsparung
124.174,99 GBP (Netto ueber 5 Jahre)
Von Gausium angegebene Nettoeinsparung ueber einen Fuenfjahreszeitraum; Kostenbasis und Vergleichsszenario werden nicht offengelegt
Einsparung
64 % ROI (ueber 5 Jahre)
Von Gausium angegebener Return on Investment ueber denselben Fuenfjahreszeitraum
Einsparung
340.704 Liter Wasser/Jahr
Von Gausium angegebene jaehrliche Wassereinsparung allein in Terminal 5, begruendet mit einer Wasserrueckgewinnung von bis zu 80 Prozent
  • Glen Moss, Head of Innovation bei Mitie: 'The floors now shine like Dubai Airport - brilliant! This solution is a game-changer.'
  • Julie Kitchener, Chief Marketing & Communications Officer bei ICE (UK-Distributor): Die Gausium-Roboter haetten den Personalmangel adressiert, das Gausium-Team habe massgeschneiderte Anpassungen fuer Heathrow geliefert.
  • Mitie-Pressemitteilung vom August 2025 (mit Zitat von Heather Downes, Head of Innovation and Production Development bei Mitie): Mitie betreibt an Heathrow 32 Cobots, nach eigener Angabe die groesste Cobot-Flotte Grossbritanniens, unterstuetzend fuer rund 850 Reinigungskraefte.
  • Theo Baldwin-Evans, Soft Services and Hygiene Manager bei Heathrow: 'Working closely with our partners, Heathrow is proud to deliver innovative solutions.'

Einordnung: Nach Betreiberangabe groesste Cobot-Flotte Grossbritanniens und damit einer der groessten oeffentlich dokumentierten Roboter-Reinigungseinsaetze an einem europaeischen Flughafen sowie der einzige Fall dieser Liste, in dem ein FM-Dienstleister und der Hersteller unabhaengig voneinander publiziert haben. Die Zahlen stammen jedoch komplett aus der Gausium-Fallstudie, also aus Werbekontext: Gausium nennt an einer Stelle 1.760 zurueckgewonnene Stunden pro Jahr und an anderer Stelle 'rund 10.000 Stunden pro Terminal jaehrlich' - beide Angaben werden mit derselben Begruendung (automatisiertes Wassermanagement) gefuehrt und sind in dieser Kombination nicht plausibel; die 10.000-Stunden-Angabe ist deshalb hier bewusst nicht als Kennzahl gefuehrt. Die Mitie-Mitteilung vom August 2025 nennt 32 Cobots und 4.800 m² Reinigungsleistung pro Cobot und Tag, benennt aber keinen Hersteller und umfasst zusaetzlich UVD-Desinfektionsroboter - diese Flaechenzahl darf daher nicht Gausium zugerechnet werden. Uebertragbarkeit auf DACH: hoch, weil europaeisches Grossobjekt mit Nachtreinigung und Tarifpersonal, aber britische Lohnkosten und Flughafenbetrieb rund um die Uhr sind mit einem deutschen Verwaltungs- oder Handelsobjekt nicht vergleichbar.

Quellen (2)